Eine Geschichte die Ängste vor einer Psilocybin-Erfahrung beschreibt.

Endlich fahren wir an die Ostsee, sehnsüchtig wartete ich auf diesen sehr magischen Urlaub. Nachdenken bereitete mir Freude, und Mut. Der Sonnenschein weckte mich sanft und subtil, die Augen erwachten gemeinsam mit meinem Geist. Meine Eltern haben bereits das Appartment verlassen, und ich sagte umgehend meinem guten Freund bescheid, der ebenfalls einen angenehmen Morgen erfur. Ich lud ihn in mein Ferien-Appartment ein, und wir bereiteten alles vor. 12g Psilocybe Atlantis – Magic Truffles waren Zerkleinert in Zitronensaft und Honig vorzufinden, um das Psilocybin in Psilocyn umzuwandeln, potenter, dafür eine kürzere Wirkdauer. Wir bereiteten Kamera mit allen Vorkehrungen vor und machten uns auf den Weg, wir spazierten an einem sehr abgelegenen Strand, der wirklich leer war. Es war bereits 15 uhr und die Mittagshitze war vergangen. Sofort nachdem die Kamera aufnahm begann das Ritual. Wir beseitigten unsere negativen Gedanken, indem wir Schreie von uns ließen. Der Sud wurde aufgeteielt, sodass jeder eine angemessene Dosis erhielt. Wir äußerten ein paar Gedanken in die Kamera, dann verloren wir das logische Verständnis für visuelle Dokumentationen, und der endlos erscheinende Albtraum begann:

Schon nach 15 Minuten trat eine starke Wirkung bei uns beiden ein, und wir freuten uns sehr. Mein Pilziger Freund war stets geistig anwesend, ich hingegen verspürte wie sich mein Körper nach und nach im Sand verlor, mein Geist verlor den Draht für das eigene Denken. Nach und nach verschmolz meine Existenz, auch visuelle Reize waren nicht mehr von mir, sondern von Allem was unvorstellbar war. Hier wo ich war begann eine endlose Reise, Zeit hatte keine Definition mehr. Alles war einzig und allein Nichts, damit ist alles gemeint.

Der pilzige Freund war da, verstand allerdings nicht genau was vorsich ging, er sah mich im Sand mit verschlossenen Augen, ich atmete sehr langsam. Er selbst erfuhr grade einen Gedanken-Loop voller negativer Emotionen, die ihn schon immer plagten und nun nichtmehr wegzudenken waren, als wären sie für immer eingebrannt. Er bekam große Panik und rüttelte an meinem Körper, doch dieser blieb regungslos und war für mich selbst nicht mehr mein Eigentum. Er versuchte sich mit einem Lied von Früher zu beruhigen, doch er hörte kaum etwas von dem Text, eigentlich nur seine Gedanken die ihn anschriehen. Ich kehrte nach und nach wieder zurück, als erstes konnte ich wieder meine Augen öffnen und war überwältigt von dem gewähltem Setting, doch dann erblickte ich unsere Eltern, die den Strand betraten. Wir hörten beide mit Panik überschüttet unsere Namen, die gerufen wurden. Wir rannten beide (ohne an die Kamera auf dem Stativ zu denken) los, und aufgrund gummiartiger Beine fiel ich hin, mein Kollege lief weiter, doch hat nach wenigen Metern in einem Strom von Angst vergessen, weshalb er losrannte und konnte nurnoch daran denken das der Trip nie enden wird.

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Anstehender Trip

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