Ja kaum ist die Phase vorbei, ist der nächste Post aus den Gedanken frei.

Die gesamte letzte Woche habe ich kein Fuß vor die Tür gesetzt, hauptsächlich geschlafen oder rumgelegen. Um meine Zeit zu vertreiben bin ich auf Spongebob umgestiegen. Eine 1/3 Staffel Minimum pro Tag, es hat mich in den ersten 2 Folgen zum schmunzeln gebracht, danach bin ich abgedriftet wie ein stolzer Arbeitsloser. Als würde man anstelle auf einen Bildschirm, auf eine regungslose Uhr blicken. 

Dieses Loch war die Nachschwingung meines Suizidversuchs. Wer hätt’s gedacht, bin ich doch mal depressiv, nachdem mein Leben fast den Gulli hinab gespült wurde. Wäre beinahe nicht dazu gekommen, die Zeit zwischen dem Vorfall und dem Anfang letzter Woche ging es mir grandios, so wie sich das für ein neugeborenes Wesen gehört. Die Depression musste einfach kommen. Zwischenzeitlich hatte ich wirklich Lust auf ein Joint. Mir die Birne zudübeln war früher so ziemlich das schönste was ich mir vorstellen konnte. Schade, dass das kein richtiger Beruf ist, was? Auf der anderen Seite bin ich seit über 1,5 Jahren nicht mehr süchtig danach, deswegen sollte ich da mal ganz stolz drauf sein und die Finger davon lassen. 

Gestern habe ich das erste Mal wieder den Fuß vor die Tür gesetzt. Ich bin 1,5 Stunden zu meinem damaligen Hausarzt gefahren, von dort aus bin ich dann wieder in die Wg zu einem super Zukunftsgespräch. Danach im Park am See 2 Stunden reden und dann zum Training um zuzugucken weil mein Arsch zu faul war mitzumachen. Super Zukunftsgespräch, weil es primär darum ging, dass ich doch meine Medikamente nehmen soll. Natürlich sag ich nicht, dass mir LSD und Shrooms wichtiger als eine angemessene Behandlung mit Psychopharmazie ist. Na‘ klar brauch ich diese Medikamente, aber: 

„Ich bin jugendlich, ich muss so sein. Man sagt doch, dass diese Jugendlichen immer machen was sie wollen, grade die Jungs. Die kriegen noch die Kurve, spätzünder eben… Aber mal ehrlich, heutzutage wäre das Koks auch nicht auf meiner Seite. Die Psychonautik sagt zwar immer: Sei 25 Jahre alt, sei psychisch stabil, suche dir ein Tripsitter. Auf der anderen Seite ist sie der Spielplatz für alle wild gewordenen Lebensmüden Nichtsnutze. Warum? Ohoo… Hier kannst du nun einmal in den Spiegel gucken und dir an den Kopf fassen. Im Büro denkst du höchstens an Produktivität und Finanzen. Ich bin Jugendlich, ich muss so sein. Man hat mir die Aufgabe erteielt allen verängstigten Spießern den Tag zu verderben. Es tut mir Leid, dass ich deiner Tochter 1,2 mg LSD verabreicht habe. Sie sieht glücklich auf dem Fixierbett aus. Ich würde sie so lassen…“

Grade hat mein Wecker geklingelt um mir mitzuteilen das ich aufstehen soll. Ich entscheide mich gegen mein selbst auferlegtes Weckersystem. Decke. Decke! Decke!! DECKEEEEEE!!! ANARCHIE ANARCHIE ANARCHIE!!! 

Depressive können’s halt. Mein Statement dazu.

Wer sagt’s denn, die Lebensmittelreste auf meinem Boden sind nicht mal vergammelt. Man muss einfach die positiven Dinge sehen. Wo ist mein WALL•E wenn ich ihn brauche? Wobei es auch egal ist, schließlich wohne ich in einer sozial-schwachen Gegend. Hier gehört sich das so, das nennt man Integration. Anpassung ist der erste Schritt.

Ja, er ist wieder ganz der Alte. Koks und Nutten sagt der Bengel. Grün hinter den Ohren ist der kleine Leonard. Hat nicht viel von der Welt gesehen und rasiert sich nichtmal die Eier, so faul ist er. Ein Taugenichts vom Feinsten. Aber das ist normal, wenn man aus einer Beziehung kommt muss man sich die nächsten 3 Monate nicht rasieren. Das ist eine ungeschriebene Regel. 

Jetzt wird gefeiert… KOKS UND NUTTEN!!!

Mind Comedy

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