Woher kommt unsere Kreativität? Wie wird sie gefördert? 

Kreativität hat eine Quelle… Viele Genis waren dieser Quelle ausgesetzt. 

Einsamkeit: Schöpfer der Kreativität

Seit Tagen hocke ich zuhause rum und verlasse nicht das Zimmer. Ich fühle mich einsam, allein. Dabei empfinde ich viel lange Weile und hinzu kommt die Trauer. Deswegen bin ich gezwungen etwas zu machen, mich mit mir selbst zu beschäftigen. Also schreibe ich diesen Artikel über meine Erfahrung mit Einsamkeit.

Wie kam es zu meiner persönlichen Einsamkeit?

Anfang des Jahres bin ich aus meiner Wg in eine andere umgezogen. Dies liegt jetzt ca. 4 Monate zurück. Leider war ich nicht einmal die Hälft der Zeit in der neuen Wg anwesend, denn die meiste Zeit verbrachte ich in der psychiatrischen Anstalt.

Durch diese Veränderung fehlt mir etwas. In meine aktuelle Wg bin ich nicht integriert. Ich habe nicht mehr das soziale Backup, wenn keiner meiner Freunde Zeit hat. Eine einschneidende Veränderung.

Wie fühlt sich diese Einsamkeit an?

Fast schon ein Frust, der mich überkommt. Es sind nicht die Menschen, die mir fehlen. Es ist die Abstinenz der Fähigkeit, sich mit sich selbst ausgewogen zu beschäftigen. Ich weine viel. Ich habe keine Energie mehr. Eine große Enttäuschung.

Die Verdrängung

Durch diese drastische Isolation verfiel ich in einen für mich a-typischen Rythmus des Spielfilm-Konsums. Jetzt habe ich alle vorhandenen Filme geguckt und Spongebob Staffel 1-3 mitlerweile 2x hintereinander angeschaut. Mir gehen die verfickten Mittel aus, um die Zeit der Lethargie zu überbrücken. 

Verdammte verdummte Scheiße. Mein nutzloser Arsch kriegt nichts geschissen. 

Dann helfen wir einfach mit psychedelischen Substanzen nach. Erst 300 Microgramm 1P-LSD und jetzt 7g getrocknete Magic Mushrooms. Das Resultat: Ich bin noch instabiler als vorher.

Was ist jetzt mit der Kreativität?

Diese Nacht habe ich mich dazu entschlossen produktiv zu sein. Meine arschgefickte Melantonin-Produktion heuelt seit 7 Nächten wegen einem Riss im Schließmuskel rum. Also nochmal weniger vulgär: Ich schlafe nicht. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen sehr viel grünen Tee zu trinken und die ganze Nacht etwas aus der Nacht zu machen.

Die Konsequenz des Alleinseins ist Kreativität. Unumgänglich wird mein Gehirn nun dazu gezwungen sich zu beschäftigen. Sich Gedanken zu machen. Ich werde Texte verfassen und neue Lieder aufnehmen.

Warum?

Je mehr Menschen dich umgeben, desto mehr bist du darauf angewiesen, deine Gedanken anzupassen. Daher belaufen sich die Gesprächsthemen in größeren Gruppen lediglich auf Smalltalk, um ein möglichst gemeinsamen Nenner zu finden. Durch Adaption der Sichtweisen ist deine Kreativität nicht gefordert.

Soziale Interaktion ist eine Form von Befriedigung. Je weniger ungedeckte Bedürfnisse du hast, desto eher neigst du dazu die Situation unverändert zu belassen. Weshalb etwas ändern, wenn doch alles funktioniert?

Die Depression ist ein Motivationspool, den kaum ein Depressiver weiß zu nutzen. Dieses Loch wird durch eine füllende Beschäftigung gedeckt. Doch woher die plötzliche Energie? Abwarten und Tee trinken, denn in den seltensten Fällen ist eine Depression permanent. Der Zustand muss lediglich unkompensiert bleiben. 

Bewältigung

Wir sind so abhängig von sozialem Feedback. Wir müssen lernen uns zu akzeptieren. Unsere Einsamkeit zu erklären. Wir müssen uns beschäftigen. Wir müssen die Macht erlangen, unsere Einsamkeit zu genießen. Wir müssen verstehen, dass wir unter anderen Menschen ebenfalls einsam sein können. Einsamkeit ist die subjektive Komponente. Alleinsein ist die objektive Komponente.

Meine Stimmung

Bullshit. Mir ging es den ganzen Tag beschissen. Das Leben ist für mich die Hölle. Freunde die mich umarmen berühren mich nicht mehr. Diese vercrackte Welt voller Idioten bringt mich in meinem Sein nicht weiter.

Jetzt wo ich die Nacht sinnvoll verbringen werde sehe ich das alles etwas lockerer. Es hat eben ein paar depressive Phasen gebraucht, bis ich heute begriffen habe, dass diese beim mobilisieren meiner EnergieBearbeiten helfen können. Mein Leben ist einfach beschissen, dass ist der Preis für eine normabweichende Persönlichkeit. Durch das Beschäftigen mit mir selbst werde ich kein Freundeskreis herbeizaubern. Und eine feste Freundin werde ich dadurch auch nicht ficken. Das ich darauf stolz bin erstaunt mich doch sehr.

Hoffentlich bringt dieses Chaos ein geiles Lebenswerk hervor, wegen dem alle Frauen dieser Welt den Wunsch verspüren, meinen Namen auf ihren wohlgeformten Arsch zu tätowieren.

Mit einem Finger im Anus und sehr viel Liebe von Leonard S. verfasst. Wenn du dich einsam fühlst, dann denk einfach an meinen Hoden, der ist auch vollkommen alleine seit dem Fahrradunfall.

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